das Polizei-tribunal 2023

Das Polizei-TribunalVom 03. bis zum 04. Mai 2023 findet der Europäische Polizeikongress in Berlin statt. Als Gegenveranstal- tung wollen wir vom 05. - 07. Mai das Polizei-Tribunalin Berlin veranstalten. 

Was ist das Polizei-Tribunal?


Angelehnt an die NSU-Tribunale wollen wir hierbei über einen bloßen Kongress hinausgehen. Der Beginn soll eine Aktion während der Polizeikongress machen. Dann wollen wir 2 Tage lang einen Ort gestalten an der Schnittstelle zwischen Kunst und Politik.
Eine Ausstellung über die Geschichte des “#Polizeiproblem” führt die Besucher:innen in unsere Perspektiven ein. Es folgen Workshops, Stadtspaziergängen, Filmvorführungen, 2 Abendveranstaltung und am Samstag eine Party. Am letzten Tag wollen wir noch einmal alle zusammen kommen bei einem Community-Brunch.

Warum?

Wir wollen die Opfer von Polizeigewalt beklagen. In Deutschland starben seit 1990 fast 200 Menschen in Polizeigewahrsam.
Wir wollen die verantwortlichen Strukturen anklagen. Tausende Waffen, Munitionshülsen oder personenbe- zogene Daten fanden ihren Weg aus den Sicherheitsbehörden in die Hände von Nazis. Deutsche Polizist:in- nen unterstützen das todbringende Frontex-Unternehmen und engagieren sich weltweit für Migrationskon- trolle und das Niederschlagen von Aufständen. In den Gefängnissen sitzen mehrheitlich Menschen wegen kleinen Delikten, die sich Geldstrafen nicht leisten können. Mit diesen Verhältnissen wollen wir brechen. Wir klagen tatsächliche Sicherheit für Menschen ein. Wir suchen nach Alternativen, die die Polizei aus unserem Alltag zurückdrängen und ihr die Mittel entziehen. In Deutschland beobachten wir seit BLM und den Protesten in Folge des rechtsradikalen Terroranschlags in Hanau eine Diskursverschiebung, die Polizeikritik salonfähig macht und wir stoßen auf große Interesse an radikalen Veränderungen. Es braucht mehr Wissen, mehr Mut und eine größere Vernetzung deutschlandweit mit allen, die den polizeilichen Normalzustand nicht akzeptieren.
Daher wollen wir mit dem Tribunal erstmals verschiedene abolitionistische Gruppen und Akteur:innen zusam- menbringen und so einen Kristallisationpunkt für eine Bewegung organisieren, die für eine Welt ohne Polizei kämpft.

Wer sind wir?

„Ihr seid keine Sicherheit“ ist eine politische Gruppe, die entstanden ist aus der Organisation der Demons- tration am 08. Mai 2021. An diesem Tag sind wir mit über 8.000 Menschen unter dem Motto „Ihr seid keine Sicherheit!“ auf die Straße gegangen und haben gegen Polizeigewalt und Rassismus in den Sicherheitsbe- hörden protestiert. Wir sind Abolutionist:innen und wollen das #Polizeiproblem abschaffen. Wir sind der Überzeugung, dass es für soziale Probleme soziale Lösungen braucht und nicht mehr Polizei, mehr Überwachung, mehr Strafen. Für uns beinhaltet unser Ziel nicht primär das Verschwinden von Polizei, Gefängnissen, Lagern, etc., sondern vielmehr eine radikale Transformation der Gesellschaft, die das #Polizeiproblem überflüssig macht. ISKS